Mittwoch, 3. Dezember 2008

Der Mann, der niemals ausleiht...

... war gestern wieder in der Bibliothek. Er ist kräftig und etwa 60 Jahre alt. Schnauzer, blondes dünnes Haar. Er kommt grundsätzlich gegen Mittag, geht zum Bestsellerregal, nimmt sich ein Buch und setzt sich ans Fenster. Wenn ihm das Buch gefällt, kommt er auch an den folgenden Tagen und liest weiter. Im Moment hat er sich das neue Buch von Safier "Jesus liebt mich" geschnappt. Mal sehen, ob er darin weiterliest...
De

Weihnachtszeit

Das Weihnachtsessen im Kollegenkreis haben wir letzten Freitag hinter uns gebracht. Der Kollege Ka ist froh, dass es vorbei ist, denn da muss man sich immer so viel mit seinen Kollegen unterhalten.
Ansonsten wenig weihnachtliches. Die Müllmänner dürfen keine Weihnachtstrinkgelder mehr annehmen, wir schon lange nicht mehr. Für was schuftet man denn das ganze Jahr? Für das bisschen Weihnachtsgeld, von dem über die Hälfte an Steuern futsch geht? Nein, für das traute Beisammensein mit den lieben Kollegen, immerhin über 2.000 Stunden pro Jahr. Und die übersteht man notfalls auch schweigend. :-)
De

Freitag, 28. November 2008

Skurile E-Mails

Manchmal landen schon komische Mails im Posteingang. Heute z.B. sucht Frau R. auf elektronischem Weg ein Buch, von dem sie nur einen Ausschnitt kennt und diese sechs Zeilen (wie aussagekräftig) schreibt sie dann auch nieder. Leider ist Frau R. kein Einzelfall. Immer wieder treten hier Kunden auf, die Bücher in rot und ungefähr so groß (Geste) suchen, von denen sie aber weder Titel noch Autor wissen. Ein paar mehr Details wären nett, liebe Kunden!
De

Donnerstag, 27. November 2008

Unterhalten sich zwei...

... lautstark in der Bibliothek. Es geht um die Wirtschaftskrise und Milliardenlöcher. Herr T. meint: "Irgendwo muss das Geld doch sein, es kann ja nicht einfach so verschwinden." Darauf der andere: "Das Geld ist nicht weg, es haben nur andere."
Unsere Bundeskanzlerin Angie meinte unlängst auch, dass sich viele schöne Sachen ohne Geld machen lassen. Es ist heute leider wenig kostenlos, aber es kann sich jeder für umme in der Bibliothek aufwärmen, in den Zeitungen lesen und mit anderen Kunden über die Wirtschaftskrise austauschen. Welche Oase der Ruhe, welch Idyll...
De

Dienstag, 25. November 2008

Fehler der Teufel

Da meine respektable Kollegin immer brav meine Fehler verbessert, kann ich ja einfach drauflos fabulieren. Wenn nicht ein oder der andere Fehler absichtlich keiner ist. Wer das versteht, darf sich aus der bekannten Schublade eine Süßware nehmen.
Und wenn jetzt noch ein Kind kommt um das Buch "Eulen" zu entlehnen, weil dessen Lehrerin der Meinung ist, wir hätten hier wenigstens 20 Stück davon rumstehen, erschieße ich einen Uhu. Juhu.
Übrigens gibt es diese Eulen als Klassensatz aber die Pädagogin erkundigt sich ja nicht bei den Experten.
Wie komme ich an Harry Rowohlt ran damit er hier einen Auftritt hinlegt?
Ka

Montag, 24. November 2008

Aus der Tropfsteinhöhle

Am Freitag gab es Regen,
wir mussten uns bewegen.
Der Regen kam durchs Dach herein,
hübsch sah es aus und war ganz fein.

Es passte auch so gut zum Tage,
denn abends eine weitre Plage.

Viele Bilder aus Rußland,
zeigte ein Negerant,
zum Regen die Sause,
der Mann hieß Brause.

Was dieser Freitag verspricht,
sag ich nicht!

Ka

Donnerstag, 20. November 2008

Muß wohl doch was arbeiten

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Raumklima

Wir haben im Büro einige Pflanzen, die häufig blühen und damit das Raumklima deutlich verbessern. Schön ist in dieser Hinsicht die Meinung von Kollege Ka, dass seine Aura dieses üppige Wachsen und Blühen bewirkt.
Manchmal muss man Menschen einfach ihre Träume lassen und darf nichts darauf antworten. :-)
De

Freud und Leid...

... liegen manchmal nahe zusammen. Manchmal ist es schön, ein großes Bibliothekssystem zu sein, manchmal ist es aber auch das Letzte. Zum Beispiel dann, wenn man mit allen anderen Bibliotheken eine Kooperationsveranstaltung mit externen Partnern durchziehen muss, die einem nicht gefällt und die dann auch noch schlecht läuft. Nur weil sich irgendwelche rausgeputze Leute einbilden, sie könnten gut mit Kindern arbeiten.
So was kann einem wirklich den Tag vermiesen!
De

Sonntag, 16. November 2008

witziger Ekel

Auch wenn meine sehr geschätzte Kollegin meistens recht hat, muß ich Charlotte Roche
mit ihrem Büchlein doch ein wenig verteidigen. Denn sie ist eigentlich eine sehr witzige Frau und hat es mit ihrem Werklein geschafft. Sie kann sich für den Rest ihres Lebens jeden Tag ein silbernes Pflaster leisten. Und der Herr Strunk, der jetzt wohl eine Art Fortsetzung für Männer schreibt, war Spitzendkandidat der überaus bemerkenswerten politischen Initiative „Die Partei“ bei der letzten Wahl zur Bürgerschaft in Hamburg. Also: Beide Menschen sind von mir unbedingt zu loben.
Ka
Vielleicht sollte ich so ein Feuchtgebiet in diese Wichtelpaket legen von dem ich gerade höre.